Wie alles begann :

Eigentlich war ich der absolute Nichtläufer. Früher mal ein bisschen Squash (eigentlich ganz gut) und Fußball gespielt, aber nach 4 mal Gips und Krücken in 3 Jahren habe ich es dann aufgegeben. Laufen war ich nur um bis zum nächsten Zigarettenautomaten zu kommen.

Irgendwannn kaufte ich mir dann mein erstes Rennrad und wandelte auf Rudi Altigs Spuren. Mit dem Laufen versuchte ich es nur im Winter. Aber nach einer Runde um den Häuserblock war ich so kaputt, sodass ich es sofort wieder gelassen habe.

So ging es erstmal mit dem Rennradfahren weiter. Fast jeden Sonntag eine RTF (Radtouristikfahrt,150 km), Radmarathon's (das Längste waren knappe 250 km am Stück) und 3 mal habe ich an den Cyclassics in Hamburg teilgenommen (2 mal im Ziel, 1 mal nach Sturz aufgegeben). Sogar in's Trainingslager auf Mallorca hat es mich 2 Mal verschlagen. Mit Laufen war immernoch nichts.

2003 fand dann der erste KARSTADT-Ruhrmarathon praktisch vor der Haustür statt. Zu der Zeit fing ich gerade mit dem "ernsthaften" Laufen an. Die Fernsehbilder und ein Erlebnisbericht eines Bekannten haben es dann geschafft :

ICH WILL AUCH EINEN MARATHON LAUFEN !!!

Schwuppdiwupp habe ich mich dann zum Köln-Marathon 2003 angemeldet (der Bekannte wollte auch dort laufen, na ja...wollte...ließ mich aber dann hängen.) und knapp 7 Monate nach meinem Start ins Läuferleben stand ich in Köln im Startblock. Ich hatte zwar viiiiiiiiiiel zu wenig trainiert (2 HM's und der längste Lauf war ein 25er), aber

ICH HABE ES GESCHAFFT !!!

Die letzten 10 km waren zwar eine ziemliche Quälerei, aber die Gedanken an meinen 2 Monate zuvor verstorbenen Vater haben mich ins Ziel gebracht. Dort brachen dann auch alle Dämme. 

Das war der Anfang !

Heute kribbelt es schon in den Beinen wenn ich mal ein paar Tage am Stück nicht gelaufen bin. Dafür fahre ich jetzt (leider) nicht mehr soviel mit dem Rad (siehe Jahres-KM). Früher waren es schonmal ein paar tausend KM im Jahr. Ausserdem habe ich die Jagd nach immer schnelleren Zeiten aufgegeben. Meine Bestzeiten stehen (alle in 2006 aufgestellt) und für meine Verhältnisse (Gewicht) sind die gar nicht so schlecht, wie ich finde. Laufen soll weiterhin Spass machen und ob ich den Marathon 2 Minuten schneller oder langsamer laufe, macht mich auch nicht zu einem anderen Menschen.